Europa League: Die letzte Schlacht in Sevilla

17 Mai 2022 14:59:04 CET
Oliver Glasner könnte der zweite österreichische Europapokalsiegertrainer werden.

Am Mittwochabend ist es endlich so weit. Eintracht Frankfurt spielt um seinen ersten Europapokal-Triumph seit 42 Jahren. In Sevilla treffen die Hessen im Finale der Europa League auf die Glasgow Rangers. Statistisch gesehen stehen die Chancen gut, doch die Schotten haben sich in dieser Saison schon als Bundesligaschreck einen Namen gemacht.

Der Countdown läuft. Am Mittwochabend steigt für Eintracht Frankfurt das Spiel des Jahres. Die Hessen stehen seit 42 Jahren erstmals wieder im Finale eines Europapokals. In Sevilla kämpft die SGE um den zweiten Triumph in der Europa League nach 1980. Damals, als der Wettbewerb noch UEFA Cup hieß, konnte man sich im deutschen Finale gegen Borussia Mönchengladbach durchsetzen. Nun will man die Geschichte wiederholen und sich mit 1.66 den Titel gegen die Rangers holen. An die Schotten hat man gute Erinnerungen. Im Europapokal der Landesmeister traf man in der Saison 1959/60 im Halbfinale aufeinander. Die Eintracht konnte das Hinspiel mit 6:1 für sich entscheiden. In Glasgow legten sie ein 6:3 nach. Seitdem kamen zwei weitere Europapokal-Duelle gegen einen schottischen Klub hinzu und auch gegen Aberdeen blieb Frankfurt 1979/80 ungeschlagen (1:0, 1:1). Nun wird der Bundesligist vom Main alles daransetzen, die starke Serie weiter auszubauen. Anstoß zum Finale ist am Mittwochabend im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan in Sevilla.

Frankfurt ungeschlagen ins Finale

Die SGE hat in den nationalen Wettbewerben in dieser Saison enttäuscht. Im DFB Pokal schied die Eintracht schon in der westen Runde gegen den Drittligisten aus Mannheim (0:2) aus. In der Bundesliga landete man nur auf dem elften Tabellenplatz. Die erneute Teilnahme am internationalen Geschäft wurde damit über die Liga klar verpasst. Im Saisonendspurt gelang sogar in keinem der letzten acht Spiele ein Sieg. Es scheint fast so, als hätten die Hessen ihren Fokus ausschließlich auf den Europapokal gelegt. Dort ging es ohne Niederlage bis ins Finale. Drei Siege und drei Unentschieden waren es in der Gruppenphase. Im Achtelfinale konnte man Real Betis (2:1, 1:1 n.V.) ausschalten und bereits einen Sieg in Sevilla landen. Es folgte die Gala gegen Barcelona (1:1, 3:2) und die starken Auftritte im Halbfinale gegen West Ham United (2:1, 1:0). Nun also die Rangers, die man mit einer Erfolgsquote von 2.37 zu bezwingen versucht.

Einfach wird dies sicherlich nicht. Die Rangers haben sich in dieser Europa-League-Saison bereits als Bundesligaschreck einen Namen gemacht. In der Zwischenrunde konnten sie Borussia Dortmund (4:2, 2:2) ausschalten. Im Halbfinale RB Leipzig (0:1, 3:1). Gegen die Sachsen kassierten die Schotten auch die einzige Niederlage aus den vergangenen zehn Pflichtspielen. Den Titel in der heimischen Liga konnte man zwar nicht verteidigen, sollte man jetzt aber bei einer Erfolgsquote von 3.00 die Europa League gewinnen, wäre es die erfolgreichste Saison seit 50 Jahren. Damals holten die Rangers im Europapokal der Pokalsieger ihren bislang einzigen internationalen Titel. Auch die Sehnsucht auf Seiten der Schotten ist entsprechend groß.

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Rangers mit starker Bilanz gegen deutsche Klubs

Die Rangers haben im Europapokal gezeigt, dass sie bereit sind für den ganz großen Coup. Einen Selbstläufer dürfen die Frankfurter daher keinesfalls erwarten. Zumal die Rangers auch gegen deutsche Klubs eine recht ordentliche Bilanz aufweisen. Von 51 Duellen wurden 18 gewonnen und 18 verloren. 15 Mal trennte man sich mit einem Unentschieden. Das würde am Mittwoch bei einer Quote von 3.30 Verlängerung bedeuten. Dass das Finale in Sevilla stattfindet, könnte jedoch ein Vorteil für die Frankfurter sein. Dort konnten sie sich in dieser Saison bereits gegen Real Betis behaupten. Die Rangers hingegen haben beide Gastspiele in Sevilla verloren. Gegen den FC gab es 1962/63 ein 0:2, 2009/10 ein 0:1. Überhaupt könnte die Bilanz in Spanien besser sein. Von 13 Spielen konnte nur eines gewonnen werden, neun dieser Begegnungen wurden verloren. Die Frankfurter hingegen holten allein in dieser Saison zwei Siege in Spanien.

Sollte die SGE diesmal sogar beide Halbzeiten für sich entscheiden, würde sich das durch den Wett-Boost richtig lohnen. Dann gibt es statt 3.75 eine Quote von 4.33. Als Ergebnis würde sich auch ein 2:1 für die Eintracht anbieten, was anstelle von 9.50 mit 11.00 vergütet wird. Eine weitere Option ist ein Tor von Filip Kostic, was 5.50 anstatt 4.33 bringt. Wer am Ende die Tore macht, wird Trainer Oliver Glasner wohl egal sein. Hauptsache am Ende gibt’s den Titel. Damit würde sich auch er einen Eintrag in den Geschichtsbüchern sichern, wie er bei „uefa.com“ erklärte:

Für mich wäre es in meiner Trainerkarriere der absolute Höhepunkt. Man hat mir erzählt, ich wäre dann der zweite österreichische Trainer nach Ernst Happel, der einen Europapokal gewinnt [der 1970 mit Feyenoord und 1983 mit dem HSV den Landesmeisterpokal gewann]. Er ist die größte österreichische Trainerlegende und das wäre dann natürlich auch für mich außergewöhnlich. Aber für die Eintracht, die Fans, den Klub und die Spieler wäre es sicher das Allerwichtigste.

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